
Der Staat verspricht Sicherheit.
Dafür verlangt er Freiheit.
Wenn beides weg ist, erklärt er den Vorgang zur gelungenen Transformation.
Der Henker bittet um die Quittung.

Beim Wettlauf der Staatschefs haben manche einen Startvorteil:
Sie kennen weder Skrupel noch Schiedsrichter.
Deutschland bringt dafür ein Formular zur Bahnvergabe mit.

Politische Sprache beginnt dort zu faulen, wo aus Fehlern „Prozesse“, aus Zwängen „Alternativen“ und aus Kritik „Delegitimierung“ wird.
Der Henker bevorzugt Substantive mit Tatbestand.

Mehrheiten entscheiden, was gilt.
Sie entscheiden nicht, was wahr ist.
Dieser Unterschied ist klein genug für einen Stimmzettel – und groß genug für eine Zivilisation.

Bürokratie ist der Versuch, Verantwortung so lange in Zuständigkeiten zu zerlegen, bis sie niemandem mehr gehört.
Der Bürger darf das Ergebnis abheften.

Eine Demokratie lebt nicht davon, dass alle dasselbe sagen.
Sie lebt davon, dass niemand Angst haben muss, etwas anderes zu sagen.
Wer Einigkeit mit Anstand verwechselt, hat von beidem wenig verstanden.

Das Gericht ist vertagt.
Gomez hat entschieden, dass der Henker heute kuschelt.
Morgen wird wieder gerichtet.
Heute nur das Kissen.

Der moralische Mensch fragt: Was ist richtig?
Der politische Mensch fragt: Wie wirkt es?
Der professionelle politische Mensch beauftragt eine Agentur.
Henkers Sonntagsbeobachtung.

Ein Land geht nicht am Streit zugrunde.
Es geht zugrunde, wenn nur noch die einen reden und die anderen bezahlen dürfen.
Henkers Sonntagswort.
Bitte benutzen Sie Ihren Kopf selbst.

Klare Kante ist selten kompliziert.
Man sagt, was man denkt, und trägt, was daraus folgt.
Das macht einen nicht immer beliebt.
Aber offenbar bemerkenswert fotogen.

Tag gegen die Todesstrafe.
Der Henker unterstützt das.
Er köpft keine Menschen. Nur schlechte Argumente.
Davon allerdings täglich mehr.

Toleranz bedeutet, eine Meinung auszuhalten, die man falsch findet.
Eine richtige Meinung zu dulden, ist keine Tugend. Es ist bloß Bequemlichkeit.
Der Henker erinnert daran.